Manisch??!

Oh gott müffel ich.. und mir ist noch gar nicht mehr richtig bewusst, was ein abgefuckter, beschissener Tag das gestern doch war. Ich hab nur gefressen und zwischendurch so krass geflennt, dass ich mir vor lauter Verzweiflung überlegt habe wieso ich noch leben soll. Mein Vater wär gestern 73 Jahre alt geworden und mittlerweile brech ich bei jeder kleinen Unsicherheit in Tränen aus, wenn ich mir vorstelle was mein Vater mir jetzt sagen würde in dieser Situation ob er mich so leiden sehn wolln würde. Mir wird langsam bewusst, dass meine Mutter mir diese Kraft nicht geben kann, die ich bräuchte und das ich eher für sie da sein muss. Wie ein Fremdkörper, der sich langsam aber sicher von mir abwendet. Das traurige oder selbstwertgefährdente ist dieser krasse Leistungsdruck, dieses Scheingehabe dieses "haste den und den Schein" biste was. Mein Freund wird überall mit Kusshand genommen und überlegt nicht mal wieso er dieses oder jenes machen will und wofür. Er brauchte keinen Leistungsnachweis einreichen und bekommt sogar diesen Neuroseminarplatz hinterher geschmissen. Ich hock hier existenziell gefährdet in meiner halbillusionären Welt, die sich aufsplittet in wer ich mal sein will und wie weit ich davon eigentlich noch weg bin. Mein ideales Ich verpasst mir jeden Tag einen Tritt in die Fresse, wie soll ich mich da aufraffen? Verzweiflung, Hoffnung, Ver... VERFICKTE SCHEISSE!!! Wie soll ich selbstwertdienliche Gedanken entwickeln, wenn ich Bestätigungsgeil durch andere bin? Gerechte Welt hin oder her bla..wenn ich bekommen soll was ich verdiene wars das schon? Soll ich damit einverstanden sein? Ich habe Angst, dass mich diese psychomotorische Verlangsamung, die mich nun mal durch die ständig unbewusste Grübelei ausbremst wirklich irgendwann total am Arsch bin. Wenn ich mich jetzt schon verhalte und reagiere wie ein Rentner, was tauge ich denn dann für die Gesellschaft? Morgen kann alles vorbei sein, morgen könnte ich "erlöst" sein.. klingt vielleicht strange aber dieser Gedanke gibt mir Kraft so nach dem Motto "don't give a fuck" ..Wirst du schlecht behandelt? Fuck you! Ihr wollt mich nicht? Drauf geschissen! Morgen ist meine Identität eh weg, niemand wird sie in Stein meißeln, ich gehe klammheimlich und die Sache ist gegessen. Die Sonne wird zwar nicht auf mein Grab scheinen aber es ist .. keine Ahnung was dann ist. Vor ein paar Tagen hab ich geträumt, dass mein Freund mich heiraten will und ständig Andeutungen macht und dann ist da dieses Baby und er lächelt mich an als würde er mir sagen wollen "guck mal.. das wär schon wenn wir auch...? *g*" .. ich fass es nicht. Ein krabbelndes Baby bedeutet Unabhängigkeit, beruflichen Erfolg und mein Freund hat drauf gezeigt um zu demonstrieren "da! siehst du?!" Und meine unbewusste Zustimmung, dass ich das gerne haben würde mit ihm spricht ja eigentlich nur für Zuversicht. Die gewünschte Hochzeit bedeutet dann, dass ich meine neuen Ziele bitte doch mit ihm umsetzen soll, dass er diesen Weg wirklich nur mit mir gehen will. Wieso?? Wieso liebt man ein depressives, sich abwertendes, grübelndes Stück? Wie löse ich mich von meinen inneren Ketten? Wie kann ich mir selber Wert zusprechen? Ich bin etwas Wert, wenn ich etwas kann oder leiste, dass jemand anderem was bringt also ich quasi nicht für mich allein lebe und den Fokus der Aufmerksamkeit ständig auf mir liegt. Ablenkung soll helfen, positive Gedanken zu induzieren. Ich werde jetzt jeden Tag Zwangssport einplanen, eine Stunde nur für mich. Eine Stunde ein Kampf gegen mich! Jetzt bin ich komischerweise relativ gut drauf wieder, da meine Mama kommt und ich mich emotional ausgelaugt fühle. Ist das der Beginn wachsender Stärke? Einfach weitermachen? Auch wenns weh tut? Au revoir!

16.2.13 10:20

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